Ferien im Südtirol 2014 - Meransen


Aktiv Hotel Schönwald

Um die Region des Pustertales im Südtirol einmal etwas näher kennen zu lernen, wählten wir aus dem grossen Angebot an Ferienwohnungen und Hotels in vielen schönen Dörfern unser Feriendomizil in Meransen, auf einem Hochplateau auf ca. 1400m eingangs des Pustertales, aus. Aus den Kriterien Preis, Leistung und Lage des Hauses, wählten wir das Hotel Oberlechner aus welches für uns sehr passend erschien. Das Hotel wird familiär geführt und der Hotelgast fühlt sich von der ersten Minute im Kreise der Familie aufgenommen. Um das reichhaltige, nahrhafte Angebot an Nahrungsmittel-Kompositionen (z.T. in 4 - 5 gängigen Menüs) ausgewogen zu verwerten, waren wir zu täglichen, mehrstündigen Bewegungseinheiten aufgefordert! Dies war dann auch unser Ziel, um uns die Geografie rund um Meransen auf ausgedehnten Wanderungen vor Augen und Linsen zu führen.

Wandergebiet Meransen

Auf dem Sagenweg: Eine erste Kennenlern-Wanderung rund um Meransen war eine geführte Rundwanderung auf dem Sagenweg. Treffpunkt war bei der Kirche in Meransen, wo Erwin uns empfing und mit auf die Dorf-Sagenwanderung in die Vergangenheit mitnahm.

Gitsch-Berg: Mit der Gondelbahn fuhren wir von der Talstation, welche vom Hotel in ca. 10 Minuten zu Fuss erreichbar war, die zwei Sektionen hoch bis zur Bergstation auf 2107m. Von da aus ging's zu Fuss, mehrheitlich auf der Falllinie resp. Steiglinie bergwärts dem Gitsch-Gipfel auf 2510m zu. Auf halbem Weg nach oben umhüllte eine Nebelbank den Berggipfel, so dass wir eine Rast einlegten, bis sich die Wolke wieder etwas verzog - leider nicht ganz - deshalb erschien oben das Gipfel-Panorama auch nicht sonderbar fotogen.

Auf dem Rückweg legten wir bei der Gitsch-Hütte eine erneute Rast ein, bevor wir auf einem kleinen Umweg durch einen malerischen Hang mit Latschen, Kiefern und und einem roten Teppich voller Alpenrosen zur Bergstation der Gitsch-Bahn zurück kehrten und dem Tale zu schwebten.

Aussicht Richtung Pustertal - Bruneck
Aussicht Richtung Pustertal - Bruneck
Aussicht Richtung Rodeneck - Brixen - Meransen
Aussicht Richtung Rodeneck - Brixen - Meransen

Wandergebiet Jochtal - Fanealm

Stoanmandl: Mit dem Auto fuhren wir von Meransen ins Jochtal hinein nach Vals zur Talstation der Jochtalbahn und liessen uns über die 635m Höhendifferenz bequem hochgondeln. Von der Bergstation wanderten wir auf dem leicht ansteigenden Wanderweg ca. 45 Minuten die Aussichtskuppe "Stoanmandl", vorbei an einem roten Teppich von unzähligen Alpenrosen.

Stoanmandl Panorama Richtung Nord,  Sterzing (Brenner) - Faller Jöchl
Stoanmandl Panorama Richtung Nord, Sterzing (Brenner) - Faller Jöchl
Panorama "Nord" auf'm Stoanmandl - Jochtal
Panorama "Nord" auf'm Stoanmandl - Jochtal
Stoanmandl-Panorama "Süd" Richtung Pustertal - Grödner Dolomiten
Stoanmandl-Panorama "Süd" Richtung Pustertal - Grödner Dolomiten

Fane Alm - Brixner Hütte: Von unseren Gastgebern erhielten wir die Empfehlung, die Fane Alm zu besuchen und dass dies fast ein "Muss" sei, wenn man schon diese Region besuche. Die Fane Alm sei in einer Stunde vom Parkplatz zu hinterst im Tal zu erreichen.

Ein Wunschziel von uns war zudem auch noch die Brixner Hütte, welche etwas weiter oben ist. Von unseren Tischnachbarn "Berni und Zimmi" erhielten wir dann ihre Einschätzung, dass sich dieser Weg zur Hütte doch noch etwas in die Länge ziehe... So fuhren wir wiederum zum Parkplatz der Jochtalbahn und nahmen die Wanderung durch's hintere Jochtal, Richtung Fane Alm unter die Wanderschuhe. Nach dem vorerst flachen Einwandern, stieg am Talende der Weg mit gut 400m Höhenunterschied ziemlich an und wir erreichten nach ca. 1.5h die malerische Fanealm auf einem kleinen Hochplateau gelegen.

Nach einem kurzen "Dorfrundgang" durch die gepflegten Alphütten und Besichtigen der Verkaufsladen, genossen wir das schöne Wetter bei einer kurzen Rast.

Das "Projekt Brixner Hütte" kreiste immer noch etwas in unseren Köpfen. So beschlossen wir, noch etwas weiter zu wandern und wenigstens noch bis in die Schlucht, dort wo sich das Tal verengt, schauen zu gehen. In dieser Talverengung angekommen, war die Weitsicht auch nicht vielversprechender und wir begnügten uns damit noch nicht und stiegen noch etwas weiter hinauf, um oben an der Schlucht eventuell doch einen Blick bis zur Hütte erhaschen zu können. Nach einer weiteren Stunde erreichten wir dann die Stelle wo sich das verengte Tal wieder etwas öffnet und von dort aus konnte man dann auch die "Brixner Hütte" (?!?!) sehen...

Was / wie nun weiter? Mittag war schon vorbei, gute 2.5h Wanderzeit hatten wir in den Beinen und der Rückweg musste auch wieder in Angriff genommen werden. Und dann war die "Hütte" in Seh- und fast greifbarer Nähe, doch weitere ca. 3 km und 400 m Höhendifferenz trennten uns vom Wunschziel.
Die Unvernunft obsiegte und wir nahmen den "Rest" des Weges noch unter die Wanderschuhe. Unvernunft deshalb, weil wir auf halbem Weg zur Hütte bemerkten, dass die vermutlich gesehene Hütte auf dem Hügel bloss das Dach einer dahinterliegenden Alphütte war und die Brixner Hütte dann doch noch einige 100m weiter oben stand. Zudem hatten wir nur die Flüssigkeitsmenge für die geplante Strecke bis zur Fane Alm bei uns. Da wir aber vermuteten, in der Brixner Hütte bewirtet zu werden, steigen wir mit dieser Hoffnung und einem riesen Hunger- und Durst-"Ast" zur Hütte hoch und wurden mit reicher Alpenflora, schöner Aussicht und einer schmackhaften Jaussn belohnt (...Berni und Zimmi hatten doch etwas Recht mit der Strecke!).

Blick auf das Wandergebiet "hinter" und oberhalb der Brixner Hütte Richtung Sandjoch (links hinten)
Blick auf das Wandergebiet "hinter" und oberhalb der Brixner Hütte Richtung Sandjoch (links hinten)

Nach der Stärkung nahmen wir den Rückweg unter die Sohlen und traten den Rückweg Richtung Fane Alm an. Dort angekommen legten wir einen weiteren Flüssigkeitsaufnahme-Stop ein und gönnten den etwas müden Knien danach die Talfahrt per Shuttle-Bus.


Bruneck - Kronplatz: Aussichtsberg und Skiarena im Pustertal. Den so viel beschriebenen und hochgehandelten Ort wollten wir auch noch besuchen. Auf der dicht befahrenen Pustertalerstrasse nahmen wir den Weg von Mühlbach Richtung Bruneck-Reischach unter die Räder. Nach der Ankunft auf dem riesengrossen Parkplatz, welcher im Sommer wahrscheinlich nur zu ca. einem Viertel besetzt wird, wandten wir uns der Talstation zu, um uns bequem per Bahn auf den 1325m höher gelegenen Gipfel auf 2275m hinaufgondeln zu lassen. Oben auf der Bergkuppe genossen wir eine wunderbare Rundsicht, im Süden auf die nahen Dolomiten und im Norden auf die Zillertaler Alpen und in das Tauferstal hinein. Um 12 Uhr Mittags beginnt sich jeweils die Friedensglocke zu bewegen und verbreitet ein weitherum hörbares Glockengeläute.

Wir nahmen dann noch eine 3/4 Rundwanderung um die Bergkuppe herum unter die Wanderschuhe und landeten - welch Zufall - unterwegs bei einem Beizli, der Graziani Hütte, bei welcher wir uns dann eine Rast mit feinem schaumigen Durstlöscher gönnten, bevor wir die gut 200 Meter Höhendifferenz, welche uns von der Bergstation trennten, wieder den Berg hochkraxeln durften (...mussten, denn der Weg ins Tal zurück war auf der anderen Bergseite!).


Wetteraussichten in der Region


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Heinz und Barbara