Kurzaufenthalt in Grächen - Herbst 2016


Grächen - Hannigalp

Für ein paar Tage Kurzferien und der Wetterlage entsprechend, verschlug es uns in den Herbstferien 2016 kurzentschlossen nach Grächen. Im Internet konnten wir kurzfristig ein Familienzimmer buchen in der "Taverne" in Grächen. Bei der Ankunft in der Taverne und nach der Einweisung in das Familienzimmer war die Überraschung perfekt: Das Familienzimmer stellte sich als 2.5-Zimmerwohnung mit Kochnische und Bad/WC heraus und einem sonnigen Balkon.

Anstatt selber zu kochen in der vorhandenen Kochnische, liessen wir uns vom hauseigenen Restaurant Koch Herold verwöhnen mit preiswerten Menüs. Unter Anderem mit einem leckeren Racelette, serviert von Angela direkt vom Kaminfeuer in der gemütlichen Gaststube.

Wir kamen am Nachmittag an und durften die Wohnung bereits beziehen. So blieb uns noch etwas Zeit und wir nahmen noch einen Dorfspaziergang zum See unter die Füsse, wo wir in der gemütlichen Ruhe und bei einem wunderbaren Blick in den sich schon etwas gelblich verfärbenden Herbstwald und einem tiefblauen Himmel ein feines Walliser Hopfengetränk genehmigten.


Zermatt - Gornergrat

Für den Folgetag war prächtiges Herbstwetter mit guter Fernsicht angesagt. Diese Gelegenheit nutzten wir und fuhren nach Täsch, um den Shuttlezug nach Zermatt und im Anschluss die Zahnradbahn auf den Gornergrat zu besteigen. In einer gemütlichen Bergfahrt genossen wir den Aufstieg auf 3000 m.ü.M. in eine wunderbare 360°-Bergkulisse, umgeben von den höchsten 4000-er Berggipfeln der Schweiz. Wir konnten uns kaum sattsehen am eindrücklichen Bergpanorama.

Nach einiger Zeit traten wir dann wandernd den Talweg zum Riffelsee an um dort noch einen Fotozwischenhalt einzulegen.

Gornergrat Panorama Süd
Gornergrat Panorama Süd

zur externen Gipfelübersicht auf www.swiss-panorama.gallery.ch

Gornergrat Panorama west
Gornergrat Panorama west

Der Himmel war schon fast langweilig kitschig blau und der Riffelsee spiegelglatt, dass man wahrscheinlich keinen besseren Zeitpunkt hätte aussuchen können um die bestimmt berühmteste Bergspitze der Welt zusammen mit ihrem Spiegelbild im See abfotografieren zu können.
Wir genossen diesen Moment mit vielen anderen Besuchern und versuchten, die besten und malerischsten Perspektiven des Toblerone - förmigen Berges megabyte-weise auf die Chipkarten zu bringen. Viele freundliche Asiaten boten sich an, von uns einige Bilder zu knipsen um im Gegenzug von uns für sich den gleichen Dienst in Anspruch nehmen zu dürfen.

Rifelsee mit Matterhorn
Rifelsee mit Matterhorn

Nach dem intensiven Photoshooting am malerischen See und einer kurzen Verpflegung, setzten wir unsere Wanderung weiter bis zur Station Riffelberg, wo wir die Bahn Richtung Zermatt wieder bestiegen und zurück ins Tal fuhren.

Gornergrat Panorama nord, Riffelberg
Gornergrat Panorama nord, Riffelberg

Grächenwald - Hannigalp

Nach dem genialen Tag auf dem Gornergrat erwartete uns ein weiterer wolkenfreier Sonnentag, jedoch mit einer Temperatur um den Gefrierpunkt. Nach dem ausgiebigen Morgenessen zogen wir los in Richtung Dorfzentrum. Bei der Hannigbahn folgten wir dem Fussweg zum See und weiter dem (alten) Weg durch den Wald Richtung Hannigalp. Nach ca. 2/3 dieses Weges zweigten wir rechts ab hinauf durch den Grächenwald in Richtung Stafel. Die Sonne überschritt unterdessen den Kamm mit dem Seetalhorn, strahlte schräg durch den Wald hinab und bescherte uns ein Farbenspektakel, wie es nur die Natur zeigen kann. Vorbei an der Talstation Stafel der Seetalhornbahn stiegen wir noch weiter zur kleinen Furgge und genossen den Rundblick vom Mattertal, Moosalp, Rhonetal, Aletschgebiet bis hinein ins Saasertal. Nach dem kurzen aber steilen Absteig auf die Hannigalp belohnten wir uns auf der Sonnenterrasse vom Hannig-Hüsli mit einer erfrischenden Tranksame, bevor wir dann mit der Gondelbahn wieder nach Grächen schwebten.

Panorama Hannigalp-Furgge, Richtung Törbel - Visp - Aletschgletscher


Saas Fee - Plattjen

Am vierten und letzten Ferientag fuhren wir nach Saas Fee. Beim Wendeplatz am Dorfeingang wurden wir musikalisch empfangen durch die BL-Future-Band, welche in Saas Grund ein Musiklager durchführte und für ihr Abschlusskonzert am Abend Werbung machte. Die junge Brass Band spielte ein ansprechendes Repertoire  sehr zur Freude der anwesenden Zuhörerschar.

Nachdem die Band ihr Konzert beendete, bewegten wir uns über die Brücke auf die andere Talseite zur Talstation der Plattjen Bahn. Da dort Bauarbeiten im Gange waren und wir keine Wegweiser fanden, fragten wir dort nach dem Bergweg auf Plattjen und erhielten entsprechende Angaben. Zuerst folgten wir dem etwas steilen Bergweg und kreuzten nach kurzem Einsteig eine Naturstrasse durch den Wald hoch und beschlossen, diesem etwas weniger steilen Weg zu folgen.

Durch den farbig werdenden Herbstwald wanderten wir immer höher und nach gut einer Stunde gelangten wir oben zum Wald hinaus und der Weg endete weiter oben in einer steinigen Alpweide, welche im Winter als Skipiste benutzt wird (und darauf im 1988 ein Weltcup Riesenslalom ausgetragen wurde...). Nach einer kurzen Rast ging unsere Bergwanderung weiter querfeldein bis wir nach einigen hundert Metern weiter oben wieder einen Weg fanden, auf welchem wir schlussendlich zur Bergstation Plattjen auf 2570m fanden. In gut 2.5 Stunden schafften wir die ca. 770 Höhenmeter und genossen noch kurz die Rundsicht auf das Saasertal und die Berge (Weissmies etc. ) der gegenüberliegenden Talseite. Die Sonne verabschiedete sich schon bald hinter der dem Bergkamm und es wurde schnell kühl, dass wir kurzum die Gondel für die Talfahrt bestiegen und in Saas Fee die letzten warmen Sonenstrahlen in einem Gartenbeizli genossen.

Am Dorfeingang von Saas Fee
Am Dorfeingang von Saas Fee
Blick von Plattjen zum Mattmark Stausee
Blick von Plattjen zum Mattmark Stausee

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