Ferien im Appenzellerland


Unser Aufenthalt im Hotel Alpenblick in Schwende

Um kurzfristig einige Tage von der Arbeit etwas ausspannen zu können ausserhalb der eigenen vier Wände wählten wir eine Gegend aus, welche wir hauptsächlich nur vom Vorbei- oder Durchfahren kannten oder 2 - 3 Wochenendausflügen mit Interessengruppen:

Das Appenzellerland.

Wie schon so oft durchsuchten wir im www die Angebote der entsprechenden Region und fanden unsere "Trouvaille" im Gasthaus Alpenblick in Schwende und hatten mit unserer Wahl wieder ins Schwarze getroffen. Bereits bei unserer etwas verfrühten Ankunft im Alpenblick wurden wir herzlich empfangen vom Chef selber und hatten eine erste aufgestellte, herzliche Begrüssung und wurden in unser sauber und schön hergerichtetes "Standart Zimmer" geführt.

 

Nach dem Einräumen unseres mitgebrachten Teilinventars vertraten wir uns noch kurz die Beine in der nächsten Umgebung, um uns auch gleich etwas mit dieser vertraut zu machen, was wo.

Zurück im Alpenblick genossen wir auf der sonnigen "Abendterrasse" noch eine kleine Auswahl der heimischen Hopfen- und Malzgebräue und liessen die Ruhe und Lieblichkeit der umliegenden Bauernhöfe bei der untergehenden Sonne über der Ebenalp auf uns einwirken, bevor wir das erste feine, gediegene Nachtessen im gemütlichen Speisesaal geniessen durften.


Wanderung Schwende - Weissbad - Kronberg

Der neue Morgen begrüsste uns mit blauem Himmel und Sonnenschein und wir genossen ein erstes umfangreiches, frisch zubereitetes Morgenessen in dem von der Morgensonne beleuchteten Speisesaal und deckten unseren Appetit mit dem vielseitigen Repertoire am Buffet.

Danach machten wir uns bereit für unsere erste ausgedehnte Wanderung direkt vom Alpenblick nach Weissbad, danach ein erster steiler Aufstieg über eine Weide und durch den Wald hinauf zum Melchuelis Spitz, weiter über den Klosterspitz und Scheidegg bis hinauf auf den Kronberg.

 

Ab Scheidegg verdichteten sich die Wolken zunehmends und als wir oben auf dem Kronberg ankamen, war dieser total eingehüllt in eine dicke Nebelsuppe. So blieben wir nicht lange oben und fuhren mit einer der nächsten Gondelfahrten wieder hinunter nach Jakobsbad. Mit der Appenzeller Ferienkarte hatten wir auch freie Fahrt mit der Kronbergbahn (je zwei Fahrten pro Person). Bei der Talstation ist zudem noch eine Rodelbahn aufgebaut. Eine Gratisfahrt ist ebenso inklusive mit der Ferienkarte. Heinz liess es sich dann nicht nehmen, seine "Schnupperfahrt" einzulösen!


Wanderung Gais - Gäbris - Sommerberg

Eine weitere Wanderung, welche uns empfohlen wurde, war von Gais über den Gäbris. So fuhren wir frühmorgens nach dem ausgiebigen Morgenessen mit der Appenzellerbahn ab Schwende los Richtung Appenzell. Da die Wanderung auf den Kronberg Heinz's Wanderschuhen derart zugesetzt hatte und sich die Sohlen abzulösen drohten, war Ersatz angesagt (die Schuhe waren auch bereits 6 Jahre alt mussten einige Wanderkilometer und Höhenmeter bewältigen...).

 

Die Appenzeller Ferienkarte, welche uns als Geschenk von den Wirtsleuten ausgehändigt wurde (die Karte gibt's ab drei Übernachtungen und bietet freie Fahrt mit den Appenzeller Bahnen und vieles mehr...) bot die Möglichkeit, um einen Lowa Wanderschuh (der Linke und Rechte!) einen Tag lang gratis zu testen. So steuerten wir ein uns empfohlenes Sportgeschäft in Appenzell an und Heinz liess sich dort ein entsprechend passendes Wanderschuh Paar aushändigen.

 

Mit der "Neubereifung" an den Füssen fuhren wir danach in Richtung Gais. Unser Ausgangspunkt für die Wanderung auf den Gäbris war demnach am Bahnhof in Gais. Der Weg führte uns durch den Ort auf dem Strässchen Richtung Gerstern, Obergais zum Gasthaus "Oberer Gäbris". Leider war an diesem wunderbaren Herbsttag das Gashaus geschlossen und die Wirtsleute genossen ihren freien Tag. So verwerteten wir unseren mitgetragenen Profiant und liessen dadurch unsere Rucksäcke leichter werden.

Mit einem Klick auf nebenstehnde Karte wird unsere Wanderung auf einer externen Seite (wanderseite.ch) grafisch dargestellt mit dem Höhenprofil.

 

Entgegen dem Verlauf auf der interaktiven Karte haben wir die Rundwanderung im Uhrzeigersinn bewältigt.

Aussichtspanorama westwärts vom Gäbris
Aussichtspanorama westwärts vom Gäbris

Nach einer kurzen Rast und Panaoramagenuss setzten wir unsere Rundwanderung fort in Richtung Gäbris Seelein - welches auf einem privaten Grundstück malerisch angelegt wurde - weiter am Zürcher Ferienheim Schwäbrig vorbei in die Talsenke und auf der Gegenseite über den Sommersberg zurück nach Gais. Mit der Bahn fuhren wir nach Appenzell zurück, wo sich Heinz die sehr angenehmen Wanderschuhe durch käuflichen Erwerb zu seinem neuen Besitz aneignete.


Fahrt mit der Gondelbahn von Brülisau auf den Hohen Kasten

In einem halbstündigen Fussmarsch erreichten wir direkt vom Alpenblick die Talstation der Hohen Kasten Bahn in Brülisau, welche uns dann auch bequem (und gratis mit der Ferienkarte) auf den Aussichtsberg hinauf fuhr. Oben auf dem "Kasten" genossen wir eine wunderbare Rundsicht über das Appenzellerland bis hinaus auf den Bodensee, Vorarlberg, Rheintal und Alpstein.


Wanderung zum und um den Seealpsee

Ab Schwende benutzten wir die Bahn nach Wasserauen, welche halbstundenweise zwischen Appenzell und Wasserauen pendelt. Ab der Endstation der Appenzellerbahn wandern wir auf dem Zufahrtssträsschen zum Seealpsee hinauf. Zuerst flach, dann wird der Weg zunehmend steiler, bis er oben auf der Höhe angelangt wieder flach wird. Wir erreichten den See nach ca. 1 h 15 min. und umwanderten diesen bis zu der einen Ruhebank, welche einsam am See aufgestellt war und genossen die Ruhe und das sich spiegelnde Panorama vom Säntis im spiegelglatten See.

Leider war der Himmel etwas mit Wolken und Nebel verhangen, so dass das diffuse Licht die verschiedenen Herbstfarbtöne der Laubbäume nicht so stark zum erleuchten brachte.


Abreise - Fahrt auf die Ebenalp und Aescher

Am vierten Morgen im Appenzellerland hiess es für uns Abschied nehmen und wir wurden mit einem Morgenrot über dem Hohen Kasten begrüsst. Eine Bauernregel sagt, dass bei Morgenrot schlecht Wetter droht. Ob dies für unseren letzten Tag auch zutrifft fragten wir uns. Unser Plan war noch, auf die Ebenalp zu fahren. Diese Gondelfahrt hatten wir noch nicht abgebucht von der Ferienkarte...

Nun, wir räumten unser Zimmer zum grössten Teil vor dem Morgenessen und genossen nochmals das ausgiebige und grosszügige Angebot vom Morgenbuffet. Danach noch kurz die Morgentoilette erledigen, den Rest zusammenpacken, das Gepäck im Auto verladen und Verabschiedung von den lieben und netten Gastgebern, welche uns vier genussvolle Tage bescherten im Alpenblick.

 

Inzwischen hatte sich draussen die Bewölkung verdichtet und just in dem Moment als wir losfahren wollten begann es zu regnen. So begruben wir (vorerst) das Vorhaben mit der Fahrt auf die Ebenalp und steuerten Appenzell an um dort noch ein paar kleine, feine Mitbringsel zu besorgen und doch noch die Geburtsstätte vom Appenzeller Hopfengebräu zu besuchen.

 

Als wir uns danach wieder zu unserem Auto begaben für die Heimfahrt lockerte sich die Bewölkung zunehmends auf und so beschlossen wir nochmals ins Tal hinein nach Wasserauen zu fahren um doch noch auf die Ebenalp hinauf zu gondeln, denn Zeit hatten wir noch genügend und für die Heimfahrt benötigten wir nicht so viel Zeit. Auf der Ebenalp machten wir eine kleine Panorama Rundtour auf den Bergkopf oben beim Berghaus und hinunter durch die Höhlengrotte am Einsiedlerhaus und Wildkirchlein vorbei zum Gasthaus Aescher. Da die Terrasse vom einseitig an die Felswand gebauten Haus voll besetzt war kehrten wir zur Bergstation zurück, liessen uns zu Tale gondeln mit der Bahn und verabschiedeten uns über Appenzell, Waldstatt in Richtung Rickenpass endgültig vom Appenzeller Land und durften ein paar genussreiche Tage erleben.


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Heinz und Barbara